FAQ
Es muss einmal gesagt werden: kein Tier wird wegen des Labmagens geschlachtet! Allein die Nachfrage nach Fleisch entscheidet über die Verfügbarkeit von entsprechenden Mägen. Der Magen ist also sozusagen ein Abfallprodukt der Fleischproduktion. Allerdings bedingt die spezielle Vorbereitung der Mägen – lebensmittelgerechte Bearbeitung, spezielles Zuschneiden, Schockfrosten etc. – sehr hohe Kosten im Schlachthaus. Unter einem gewissen Preisniveau werden die Mägen daher nicht mehr herauspräpariert, sondern es ist günstiger, sie zu verwerfen.
Naturlab steht auch nicht unbegrenzt zur Verfügung – die Menge an angebotenen Mägen ist seit Jahren relativ stabil, und es ist kaum ein Ansteigen zu erwarten.
Ganz klare Antwort dazu: Nein!
Die Qualität eines Naturlabs hängt von sehr vielen Faktoren ab. Die Qualität der Rohstoffe, das Extraktionsverfahren, die Extraktionstemperaturen, die eingesetzten Filtrationsmethoden entscheiden u.a. darüber, wie viel von der ganzen Breite des natürlichen Enzymspektrums im Naturlab übrig bleibt.
Das Naturlab muss nach der Extraktion auch noch aufkonzentriert werden. Die von vielen Herstellern verwendete chromatografische Enzymkonzentration beschneidet das natürliche Enzymangebot noch weiter, so dass danach nicht mehr alle Pepsine und Chymosine im Lab enthalten sind.
Es treten bei der Verwendung von Naturlab verschiedener Hersteller wahrnehmbare Unterschiede bei der Ausbeute und auch bei der Käseentwicklung und Reifung auf.
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